Ich liebe Filme. Und ich liebe ganz besonders Filme, die eine Welt zeigen, die man selbst so gar nicht kennt. In „The Piano Tuner“ geht es um das ultimative Gehör und wieso wir manchmal ein viel kleineres Leben führen, als Menschen von uns glauben (und warum das niemals etwas schlechtes ist).

Niki White (Leo Woodall) hat das ultimative Gehör. Klingt für jemanden, der Musik liebt und lebt, wie ein absoluter Traum. Ist es aber nicht, weil Niki alle Geräusche hört und sie kaum wegfiltern kann. Seinen Alltag kann er nur mit Kopfhörern bestreiten, einem normalen Job nicht nachgehen. Stattdessen, um wenigstens ein bisschen mit der Musik verbunden zu sein, arbeitet er mit Mentor Harry (Dustin Hoffman) als Klavierstimmer.

Ein Job, der wie aus der Zeit gefallen wirkt, weswegen ich mich beim Zuschauen auch die ganze Zeit gefragt habe, wie viele Klavierstimmer, die von Haus zu Haus fahren und Klaviere stimmen, es wohl in der Realität noch gibt.
Klavierstimmer und mehr
Niki jedenfalls liebt diese Arbeit, auch wenn die Forderungen der Kund*innen immer dreister werden. Denn wenn er schon vor Ort ist, dann könnte er doch auch noch das Klo oder den Schrank oder irgendein anderes Gerät reparieren … Und dann bekommt er ein Angebot, das er nicht ablehnen kann. Sein Gehör soll ihm helfen, Safes zu knacken. Den Trailer könnt ihr hier anschauen:
Ich fand den Sound in diesem Film grandios, wie ohrenbetäubend unser Leben manchmal ist, aber auch wie flüsterleise. Ich mag Dustin Hoffman und Leo Woodall in ihren Rollen und wünsche mir klammheimlich vielleicht doch ein Klavier, auch wenn ich gar nicht spielen kann. Nur, weil ich mir immer vorstelle, wie cool es wäre, richtig richtig gut Klavier spielen zu können.
Ihr müsst überhaupt nicht musikalisch sein für „The Piano Tuner“, aber ich bin gespannt, ob ihr, so wie ich, danach anders über Töne denkt.
„The Piano Tuner“ läuft ab 02. Juli im Kino

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