Mit „Allegro Pastell“ kommt ein Film in die Kinos, bei dem ihr eventuell in eine ganz eigene Welt eintauchen könnt. Denn ich glaube, die wenigsten von uns lebten vor Corona so, wie die beiden Hauptfiguren. Und obwohl oder vielleicht auch gerade weil der Film wenig mit einem selbst zu tun hat, macht er beim Schauen so viel Spaß. Denn wie oft können wir denn in ein anderes Leben schlüpfen?
Mit der Regisseurin von „Allegro Pastell“, Anna Roller, habe ich nicht nur über diesen sehenswerten Film gesprochen, sondern auch über Intimacy Koordination
Was hat dich am Buch bzw. auch am Drehbuch so gereizt, dass du gesagt hast: Das möchte ich unbedingt machen!
Anna Roller: Ich fand das Drehbuch, das auch von Leif Randt, dem Autor des Romans, geschrieben wurde, sehr außergewöhnlich. Zu der Zeit habe ich viele Drehbücher gelesen und in den meisten stand der Plot oder ein sehr steiler Pitch im Vordergrund. Bei „Allegro Pastell„* hatte ich sehr schnell das Gefühl, dass da jemand seine Figuren sehr gut kennt.
Mich hat auch der Moment im Leben der Figuren interessiert. Sie sind Mitte 30 und die Fragen, die sie sich stellen, werden plötzlich existentieller. In Beziehungen stehen Frauen jetzt häufig an einem Scheideweg und das belastet. Geht’s Richtung Familie oder nicht? Tanja Arnheim, die weibliche Hauptfigur, macht sich von dieser Frage frei.
Beim ersten Lesen hat mich auch überrascht, dass ich die Figuren nicht sofort sympathisch fand. Ich habe sie am Anfang relativ schnell verurteilt, mich auch über sie geärgert und gleichzeitig in den Details oft gedacht, dass mir das bekannt vorkommt, entweder von mir selbst oder von Menschen aus meinem Umfeld.
Außerdem war die Sprache sehr besonders, so leicht unterkühlt, sehr präzise und ironisch. Teilweise werden große Erkenntnisse mit der Banalität einer bestimmten Marke, eines Gegenstandes oder eines Popsongs in einem Satz zusammengebracht, was einen gewissen Humor mit sich bringt. Diese Gleichzeitigkeit von Banalitäten im Leben und diesen wichtigen Lebensentscheidungen fand ich interessant für eine Verfilmung.

Was möchtest du, dass die Leute aus dem Film mitnehmen?
Das sind unterschiedliche Sachen. Zum einen ist es ein Zeit- und Generationenbild. Man blickt auf zwei Mitte-30-Jährige aus einem ganz bestimmten Milieu im Jahr 2018. Als der Roman 2020 erschien, lag diese Phase gerade erst zurück – jetzt sind acht Jahre vergangen und eine Zeit vor Corona kommt einem plötzlich sehr weit weg vor. Der Film scheint auf einmal wie eine kleine Zeitkapsel der Vergangenheit, weil sich seit dem so viel verändert hat. Denn ich glaube, heute würden sich die Figuren ein bisschen anders verhalten. Sie könnten nicht mehr so unpolitisch sein, sie würde ihre Privilegien mehr reflektieren.
Das wünsche ich mir auch von den Zuschauenden. Dass sie überlegen: Wer bin ich? Wo stehe ich und inwiefern bin ich wirklich anders als die? Vordergründig ist es aber vor allem eine Liebesgeschichte, und ich wünsche mir, dass Menschen da rausgehen und diskutieren, mit wem sie am Ende mehr mitgehen. Denn da wird es unterschiedliche Ansichten geben. Es ist doch spannend zu diskutieren, warum man glaubt, dass die eigene Sicht die richtige ist. Wenn man merkt, eine andere Person hat den Film und die Figuren ganz anders wahrgenommen als man selbst, dann kann man darüber reden und merken: Es geht gar nicht nur um den Film, man erzählt immer auch etwas von sich selbst.

Ich kam aus der Vorführung von „Allegro Pastell“ und ein älterer Mann meinte „Mochte ich nicht, typischer Frauenfilm“. Ich konnte leider nicht mit ihm diskutieren, weil er dann schon weg war. Was würdest du so einer Kritik entgegnen, wenn er sie dir ins Gesicht gesagt hätte?
Ich habe ja schon einiges zu dem Film gehört, aber diese Reaktion noch nicht. Bisher haben sich die Leute eher gewundert, was es für eine unentschiedene, unpolitische, um sich selbst drehende Generation ich da zeige. Da sage ich, dass man einen Schritt zurückmachen sollte, bevor man diese Sicht einer ganzen Generation überstülpt. Denn es geht ja um eine ganz bestimmte Blase. Es ist total ok, sich zu fragen, was das für Figuren sind. Es gibt genug Menschen, die so sind.
Aber dass „Allegro Pastell“ ein Frauenfilm ist? Das finde ich eine befremdliche Aussage. Ich würde diesen Herrn also gern fragen, was er unter einem Frauenfilm versteht. Geht es darum, dass es eine weibliche Hauptfigur gibt? Ich freue mich über jede weibliche Figur im Kino, gerade auch über die, die falsche Entscheidungen treffen, die unsympathisch oder unemotional sein dürfen. Genau das ist ja das Außergewöhnliche an der Figur Tanja Arnheim. Sie ist nicht besonders emotionalisiert. Am Ende sagt sie: Du warst eine große Liebe in meinem Leben, und ich hoffe auch, dass man in dem Moment emotional ist, aber per se ist sie keine klischeehaft emotionale Figur. Sie ist eher eine kühle, reflektierte, von sich selbst überzeugte Frau. Sie weiß, was sie kann, sie ist sehr kritisch, sehr ehrgeizig. Das sind alles Eigenschaften, mit denen sie eher anecken würde.
Ich freue mich über jede Frauenfigur, die zeigt, wie unterschiedlich Frauen sein können. Und ich muss nicht jede mögen.
Genau. Wer mag denn Marty Supreme? Wer hat Lust, mit dem abzuhängen? Er ist ein unerträglicher Mensch und gleichzeitig ist es super faszinierend, dem zuzugucken. Wir sind es einfach nur gewöhnt, männlichen Figuren bei ihrer Arschlochigkeit zuzuschauen. Dabei ist es genauso interessant, solche Frauenfiguren zu sehen.
Du hast ja zu „Madame Kika“ ein Interview gemacht. Ein großartiger Film und Kika hat auch einen ganz eigenwilligen Umgang mit der Welt. Ihre Unemotionalität ist eine, die auch sehr viel Schmerz beinhaltet, für den es keinen Platz gibt. Da kommt Brutalität und Härte dazu, das ist bei „Allegro Pastell“ nicht der Fall.

Es gibt den Dokumentarfilm „No Mercy“ von Isa Willinger, in dem sie 15 Regisseurinnen mit der Fragestellung, ob Frauen die härteren Filme machen, interviewt hat. Machen sie aus ihrem Schmerz heraus andere Filme? Der Film wird genau da interessant, wo diese Frauen sich in ihren Antworten komplett widersprechen. Denn plötzlich sieht man, was für eine Bandbreite an Meinungen und Erfahrungen es gibt. Es gibt so viele Perspektiven und Erzählformen für weiblich geführtes Kino. Und dabei geht’s nicht nur um das, was auf der Leinwand landet, sondern auch um die Art, wie wir zusammenarbeiten.
Mir ist das als Thema wahnsinnig wichtig. Denn es gibt immer wieder diese Idee von einem männlichen Autoren-Film-Genie, der die Antworten auf alle Fragen hat. Das geht doch gar nicht. Ein Film ist immer eine Kollaboration aus vielen verschiedenen Kunstformen und Talenten und Gewerken. Man muss sie alle und all ihre Antworten auf all die kleinen Fragen mit einbeziehen. Diese vermeintlichen Genies möchte ich immer fragen, warum sie sich diese Kunstform denn ausgesucht haben, wenn sie dann nur sich selbst sehen wollen. Das finde ich absurd.
Ich kann dir nur zustimmen. An einem Film sind so viele Menschen beteiligt, auch wenn das nicht alle Zuschauenden im Hinterkopf haben. Ich verstehe überhaupt nicht, wie man die Idee aufrechterhalten kann, ein Mann allein würde das alles erschaffen.
Es ist auch eine Frage der Arbeitsweise und der Art darüber zu sprechen. Stelle ich mich am Ende hin und sage, es ist alles meine einzigartige Vision, befeuert das diesen Mythos, der Regisseur hätte alles allein getan. Dieses Selbstverständnis gibt es natürlich immer noch. Ein Haneke baut auch mal die Wohnung seiner Eltern nach, der weiß genau, welches Buch in welchem Regal steht, wie das Szenenbild am Ende aussehen soll. Ich will das gar nicht abwerten, es ist nur nicht mein Ansatz.
Für mich ist der Prozess des Zusammenkommens das Faszinierende an der Arbeit. Ich habe mit Syl [Syl Faligant, sie spielt Tanja Arnheim] und Jannis [Jannis Niewöhner, er spielt Jerome Daimler] intensiv geprobt, bevor die Dreharbeiten losgingen. Die beiden haben Ideen mitgebracht, die dann auch Leif, der Autor, eingearbeitet hat. Er hat nach dem Casting mit den besetzten Schauspieler:innen im Kopf die Dialoge überarbeitet.
Für mich ist diese Arbeit eine, bei der ich Geschenke einsammle. Ich bringe Menschen zusammen, das ist für mich die Magie vom Filme machen. Ich habe als Regisseurin natürlich eine Idee, was ich will, aber ich will doch die Talente der einzelnen Departments ausschöpfen, will deren Ideen dabeihaben. Dieses Zusammenspiel ist doch das Beste.
Ich merke, dass die Branche immer noch sehr männlich geprägt ist. Das versuche ich bewusst aufzubrechen und Verbündete zu finden. Für mein nächstes Projekt arbeite ich mit zwei Produzentinnen, meine beste Freundin ist auch Regisseurin. Die Filmwelt ist sehr hart, sehr mühsam, es gibt viel Gegenwind. Alles ist teuer, es gibt zu wenig Geld und sehr viel Angst. Und gleichzeitig merke ich, dass die Art, wie ich und auch andere ans Filmemachen herangehen, bei vielen Leuten das Herz öffnet. Nicht nur beim Cast, der nach dem Dreh zu mir sagt, wie schön die Zusammenarbeit war, weil es Möglichkeiten gab, sich sicher zu fühlen, viel Freiraum zu haben. Das ist nicht selbstverständlich und mich beflügelt, zu wissen, dass solche Arbeitsweisen geschätzt werden. Es muss doch kollaborativer werden.
Die Regisseurin Mona Fastvold, die gerade „The Testament Ann Lee“ herausgebracht hat, hat den großartigen Satz gesagt, dass Regie eigentlich der Archetyp der Mutter ist und eben nicht des männlichen Genies. Die Mutter gibt mit strenger Hand den Kindern eine Richtung, sie weiß, was sie will, gibt Sicherheit, weil sie Erfahrung hat. Sie bereitet den Boden für die anderen, damit sie wachsen können. Warum benutzen wir dieses Bild nicht viel öfter? Stattdessen glauben wir an einen männlichen Kapitän, der alles im Griff hat, bei dem es gar nicht darum geht, Freiheiten zu geben. Der kennt keine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, kann keine Verletzlichkeit zeigen, weint nicht am Set, wenn ihn ein Take berührt. Dabei ist das doch toll, sich berühren zu lassen.

Ich konnte dank „Allegro Pastell“ in eine Welt eintauchen, die mit meiner eigenen sehr wenig zu tun hat. Genau das mag ich an Kinofilmen, dass sie mir Dinge zeigen, die ich gar nicht kenne. Und das, obwohl die beiden Hauptfiguren und ich der gleichen Generation angehören.
Wobei es bei den Beiden schon auch speziell ist. Die haben eine gewisse Art, sich selbst zu verwirklichen und das nach außen zu tragen. Sie ist Autorin mit einer gewissen Außenwirkung, er Webdesigner. Beide arbeiten freischaffend, können ihre Tage sehr flexibel gestalten, kennen keinen Büroalltag. Ob sie Dienstagnachmittag oder Donnerstagmorgen feiern gehen, ist egal. Das ist ein Blick in eine sehr spezifische Blase. Jerome wohnt zwar in einem Bungalow auf dem Land bei Frankfurt, aber auch das ist eine Lifestyle-Entscheidung. Er muss kaum Miete zahlen, verbindet sogar einen Retreat-Gedanken mit seiner Wohnsituation. Der muss sich nicht jeden Tag um den Hustle bemühen, zum Arbeiten in die Innenstadt zu fahren. Er muss auch keinen Wocheneinkauf für eine Familie da nach draußen schleppen.
Er bezeichnet auch das Kind, das sich da ankündigt, ja humorvoll als eine super Ausrede, wenn er die nächsten Jahre auf irgendwelche Termine mal keine Lust hat. Die Realität wird auch ihn sicher irgendwann einholen.

Ich möchte gern noch über Intimacy Koordination und die gezeigte Intimität im Film sprechen. Während die Figur Jerome mehrfach dabei gezeigt wird, wie er die Frauen oral befriedigt, geschieht das umgekehrt nicht.
Ich wollte, dass wir Sex als eine Normalität beschreiben, als einen relativ ausgeglichenen Zustand zwischen den Partnern. Wir erzählen in den verschiedenen Beziehungspunkten zwischen Tanja und Jerome, Jerome und Marlene und Tanja und Janis, wer diese Figuren sind und was sie wollen.
Mir war zum Beispiel wichtig, dass wir keine Orgasmen zeigen. Wir zeigen Sex, der die Figuren charakterisiert, aber Sex ist nicht ergebnisorientiert. Mich als Frau stört dieses Übermaß an Sexszenen in Missionarsstellung in Filmen. In der Realität sieht weibliche Befriedigung doch häufig ganz anders aus.
Für mich sind die beiden Frauenfiguren Frauen, die sagen, was sie wollen, was ihnen gefällt. Das sollte von Anfang an eine Selbstverständlichkeit sein, die wir mit Beiläufigkeit zeigen. Diese Momente sollten nicht super aufgeladen, sondern eher eine Zustandsbeschreibung sein. Wir schauen da ein bisschen distanziert drauf, wie bei einem Fakt. Eine Person hat gesagt, was sie will, und die andere hat zugestimmt. So habe ich mir das von Anfang an gewünscht und genau das haben wir mit der Intimacy Koordinatorin Chun Mei Tan und dem ganzen Cast erarbeitet.
Ich habe diese Arbeit mit Chun Mei als große Bereicherung empfunden, hatte viel Freude an diesem Prozess und dann auch an den entsprechenden Drehtagen. Es gab einen großen Fokus darauf und wir alle wussten, was passiert. Alle Unklarheiten waren aus der Welt geschafft und wir konnten mit Freude authentisch wirkende Momente kreieren, die mit möglichst wenigen visuellen Klischees gefüllt wurden.
Ich habe in meinen Interviews bisher nur Positives über die Zusammenarbeit mit Intimacy Koordinatorinnen gehört und bei euch scheint das ja auch so gewesen zu sein.
Ja! Syl und Haley [Louise Jones, sie spielt Marlene] waren auch super dankbar für den Prozess. Bei Intimitätsszenen müssen wir auf den Cast gut aufpassen, weil es in der Vergangenheit immer die Möglichkeit für unangenehme, unabgesprochene Übergriffe gab.
Man trifft sich am ersten Tag mit der Intimacy Koordinatorin und die gibt das Vokabular vor, was ab sofort benutzt wird. Dann wissen alle jederzeit, wovon man redet, und es kommt nicht zu irgendwelchen schamhaften Ausdrücken wie „Pimmel“, weil man nicht weiß, was man sagen soll. Stattdessen nutzt man ganz neutrale Begriffe wie „vorderer Beckenbereich“ oder „vorderer Brustbereich“ .
Es wird über alle Schamfragen gesprochen: Wie geht man mit Gerüchen um? Wie mit der Periode der Hauptdarstellerin? In der Vergangenheit waren das oft Themen, für die kein Raum da war, bei denen es auch unangebracht wäre, das als Regisseurin zu fragen . Jetzt hatten wir eine Person, deren Verantwortung und Expertise es ist, genau solche Themen anzusprechen und den Drehplan entsprechend anzupassen.
Und es ist so gut, jemanden zu haben, der sich mit Intimitätsszenen sehr gut auskennt, auch auf der visuellen Ebene. Der hinterfragt, ob etwas nicht einem Klischee entspricht. Sieht Missionarsstellung wirklich so aus, müssen wir jetzt hier wegschwenken und warum sehen wir zwar den nackten Po einer Frau, aber nicht den nackten Po eines Mannes? Es ist wirklich toll, jemanden am Set zu haben, der darauf so genau achtet und sich so gut auskennt.

Und vielleicht auch dabei unterstützen kann, Emotionen zu spielen, ohne Emotionen zu haben. Denn der Beruf des Schauspielenden ist es ja, etwas darzustellen, ohne genau das nun am Ende auch zu fühlen.
Spannenderweise ist allen klar, dass jemand, der spielt, dass er jemand anderen umbringt, diese Emotionen nur spielt. Wenn man im Film stirbt oder Schmerzen empfindet, dann wissen wir alle, dass das nur gespielt ist. Bei Sexszenen ist das anders.
Deswegen muss man am Set erstmal desexualisieren. Man muss diese Choreografie erarbeiten, die so unsexuell und unerotisch wie möglich ist, um ganz sicher zu sein, dass da nichts Privates dazwischen rutscht. Denn das muss die Basis sein für das Spiel. Wenn die steht, dann hat man die Freiheit zu spielen, weil dann klar ist, dass da kein Griff dabei ist, der von mir als Privatperson zu einem Missverständnis bei der anderen Privatperson führt. Es gibt dann nur die Figuren und die machen Geräusche, die fassen sich an, losgelöst von der Sexualität der Personen dahinter.
Ich finde den Punkt, dass durch die Intimacy Koordinatorin alles klar benannt wird, so wichtig. Denn Worte schaffen Tatsachen. Und ohne diese Unterstützung rutscht man sicherlich leichter in die Sprachlosigkeit und in die vermeintliche Peinlichkeit oder im schlimmsten Fall ins Schweigen.
Absolut! Es ist ganz toll, eine Person zu haben, die dieses Handwerkszeug mitbringt, die genaue Vorgaben und klare Ansagen macht, wie wir Dinge benennen. Da gibt es neutrale Begriffe, da muss niemand ins Private gehen.
Die Angst vor Peinlichkeit kommt ja auch daher, dass man Angst hat, etwas von sich selbst preiszugeben, aber davon kann man sich frei machen, sobald man eine Sprache für die Sexualität der Figuren findet. Um genau das herzustellen, braucht es eine Person, die ganz viel Erfahrung mit Intimitätsszenen hat. Die dann auch mal ganz banal Stellungen oder Interaktionen vorschlagen kann, die die Figuren bereichern, etwas über die Figuren erzählen. Da steht am Ende niemand am Set und denkt sich: Aha, so macht der Schauspieler das also zuhause. Sondern alle denken: Ja, das passt zu der Figur.
„Allegro Pastell“ läuft ab dem 16. April überall im Kino. Lasst euch darauf ein und kommt miteinander ins Gespräch. Denn, wie Anna Roller es ja auch sagt: Man muss die Figuren ja gar nicht unbedingt mögen, um den Film zu genießen.

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